Messstellenbetrieb

Messstellenbetrieb und Messdienstleistung der Netz Lübeck GmbH

Die Netz Lübeck GmbH ist Ihr kompetenter Ansprechpartner und Dienstleister im Messwesen.

Als Netzbetreiber sind wir gemäß § 2 Nr. 4 MsbG grundzuständig für den Messstellenbetrieb und verantwortlich für den Einbau, die Bereitstellung und Wartung von Messeinrichtungen. Selbstverständlich umfasst unser Tätigkeitsbereich auch die Messung selbst - von der Ablesung bis zum Transfer der Ablesedaten zum Netzbetreiber - in unserem Netzgebiet.

Zu unserem Selbstverständnis eines modernen Verteilnetzbetreibers gehört die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen, die nach § 33 Abs. 2 MessEG an uns gestellt werden. Die von uns verwendeten Messgeräte entsprechen den gesetzlichen Anforderungen, die sich aus dieser Vorschrift ergeben.

Ebenfalls bestätigen wir, dass die Netz Lübeck GmbH in den Marktrollen Messstellenbetreiber Strom (9904466000003) und Messstellenbetreiber Gas (9800238500009) die für Messgeräteverwender bestehenden Verpflichtungen erfüllt.

Die Netz Lübeck GmbH ist auch für das neue Zeitalter intelligenter Mess-und Steuerungstechnik ausgezeichnet aufgestellt. Bereits heute können wir nach den Vorgaben des Gesetzgebers intelligente Stromzähler anbieten und einbauen sowie sinnvolle, auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Lösungen realisieren. Außerdem beraten wir unsere Kunden hinsichtlich der Kosten und Nutzen von Smart Metering und unterstützen Sie bei der Entscheidung, ob für Sie der Einsatz dieser neuen Technik wirklich nutzbringend ist.

Entgelte

Entgelte für Messstellenbetrieb und Messdienstleistung

Für konventionelle Messeinrichtungen gelten die im Zusammenhang mit den im Messwesen erbrachten Leistungen die nachfolgenden Entgelte, die von der zuständigen Regulierungsbehörde genehmigt worden sind.

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Messwesen

Digitalisierung des Messwesens

Die Netz Lübeck GmbH ist gut aufgestellt für die Anforderungen, die durch die Digitalisierung der Energiewende an die Verteilnetzbetreiber gestellt werden. Mit den neuen und intelligenten Messgeräten soll Energiesparen zukünftig viel einfacher werden. Transparente Anzeige des Verbrauchs und die Möglichkeit, durch die Technik den Strombezug so steuern zu können, dass immer dann, wenn der Strom günstig ist, die Geräte anlaufen, eröffnen für den Nutzer vielfältige Möglichkeiten, Energie sinnvoll zu nutzen.

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Übergang zum digitalisierten Messwesen: Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)

Am 02.09.2016 ist das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) in Kraft getreten. Wichtigster Bestandteil des GDEW ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG). Gleichzeitig wurden die bisher im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) enthaltenen Regelungen zum Messstellenbetrieb und zur Messung von Energie, sowie die Messzugangsverordnung (MessZV) aufgehoben und in ähnlicher Form im MsbG integriert.

Den Gesetztext des MsbG finden Sie hier.

Kontaktdaten Allgemeine Fragen

Bestehende Regelungslücken im MsbG sowie operative Abwicklungsvorgaben sollen durch weitere Verordnungen und Festlegungen geschlossen bzw. konkretisiert werden. Dies gilt insbesondere auch für die hohen Anforderungen an Datenschutz und Schutzprofile.

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber ist die Netz Lübeck GmbH durch das MsbG zum Rollout intelligenter Messsysteme (definiert in § 2 Nr. 7 MsbG) und moderner Messeinrichtungen (definiert in § 2 Nr. 15 MsbG) verpflichtet worden.

Die Grundzuständigkeit erstreckt sich dabei auch auf den Messstellenbetrieb und die Messung bei Erzeugungsanlagen.
Für das Rollout der neuen Messtechnik hat der Gesetzgeber verbrauchs- bzw. leistungsbezogene Einbaufristen sowie durch Preisobergrenzen gedeckelte Preise festgelegt. Die einzelnen Einbaufristen beginnen jedoch erst zu laufen, wenn der Einbau der Messsysteme nach § 30 MsbG technisch möglich und nach § 31 MsbG wirtschaftlich vertretbar ist. Der Einbau von modernen Messeinrichtungen muss nach § 32 MsbG wirtschaftlich vertretbar sein.

Die Netz Lübeck GmbH hat das Gesetzgebungsverfahren intensiv verfolgt und die Auswirkungen analysiert. Derzeit erarbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern anwendbare Lösungen und Prozesse zur operativen Steuerung und Umsetzung des Rollouts. Dabei haben wir stets unsere Zielsetzung vor Augen, unseren Netzkunden guten Service sowie ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu bieten.

Messstellenbetrieb und Messdienstleistung durch Dritte

Messstelenbetrieb

Der Anschlussnutzer kann den Messstellenbetrieb nach den Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetzes auf einen fachkundigen Dritten übertragen. Die standardisierten und erforderlichen Verträge, sowie weitere Informationen haben wir für Sie auf dieser Seite zusammengestellt.

Mit der Liberalisierung des Messwesens wurde ein freier Markt für Messdienstleistungen geschaffen. Insofern gewährt das MsbG dem Anschlussnutzer in § 5 MsbG weiterhin das Recht, den Messstellenbetrieb auf einen fachkundigen Dritten zu übertragen.

Zudem besteht ab dem 01.01.2021 für den Anschlussnehmer (z.B. Grundstückseigentümer, Vermieter, Verpächter) die Möglichkeit, den Messstellenbetrieb für die gesamte Liegenschaft an einen Dritten zu übertragen.

Zur Ausgestaltung der rechtlichen Beziehung zwischen Netzbetreiber und dem Dritten ist der Abschluss eines standardisierten Messstellenrahmenvertrages bzw. eines Messrahmenvertrages (vgl. BNetzA-Beschlüsse BK6-09-034 und BK7-09-001 vom 09.09.2010) erforderlich.

Die standardisierten Verträge sowie die von der Netz Lübeck GmbH einheitlich für ihr Netzgebiet vorgegebenen technischen Mindestanforderungen und Mindestanforderungen in Bezug auf Datenumfang und Datenqualität stellen wir Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Marktprozesse Messwesen

Die Digitalisierung der Energiewende verändert auch die Marktprozesse im Messwesen und wirken sich auf die bisherige Praxis der Marktkommunikation aus. Die elektronische Marktkommunikation muss entsprechend der neuen Vorgaben angepasst werden, damit auch weiterhin ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist. Festlegungungsverfahren der Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde regeln im Hinblick auf die Umsetzung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende dabei sowohl den zukünftigen Prozess für den Ablauf der elektronischen Marktkommunikation als auch die Zeit des Übergangs, bis diese Prozesse endgültig implementiert sind. Erfahren Sie mehr darüber, wie der derzeitige Umsetzungsstand ist und welche Regeln Anwendung finden.

Auswirkungen von GDEW und MsbG auf die Marktprozesse im Messwesen

Die Vorgaben des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) wirken sich umfangreich auf die gesetzlichen Grundlagen aus, die der heute praktizierten elektronischen Marktkommunikation zugrunde liegen. Daher hat die Bundesnetzagentur (BK 6 und BK 7) am 12.09.2016 ein Festlegungsverfahren (Az.: BK6-16-200 / BK7-16-142) zur Anpassung der Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation im Energiemarkt an die Erfordernisse des GDEW eröffnet.

Das Festlegungsverfahren kann hier eingesehen werden.

Hinsichtlich der weiteren Anwendbarkeit der Vorgaben der Festlegung WiM  (BK6-09-034 und BK7-09-001 vom 09.09.2010) weist die Bundesnetzagentur in Ziffer 4  auf folgendes hin:

„Die Gültigkeit der derzeit geltenden WiM-Festlegung wird durch das am 02.09.2016 in Kraft getretene Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende grundsätzlich nicht berührt. Auch in diesem Gesetz finden sich Festlegungsermächtigungen, die denjenigen der bisherigen MessZV entsprechen. Der WiM-Festlegung ist somit nicht die rechtliche Grundlage entzogen (…).“