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Netz Lübeck GmbH startet Ausbauprogramm von Ladesäulen für E-Fahrzeuge

Die Netz Lübeck GmbH hat am Montag, 25. April, mit dem Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in Lübeck begonnen. Dabei wurde am Standort der Stadtwerke Lübeck in der Geniner Straße erstmals in der Hansestadt eine Schnell-Ladesäule in Betrieb genommen.

Aufgrund der besonderen Ladetechnik ist es damit künftig möglich, hierfür geeignete E-Fahrzeuge in besonders kurzer Zeit aufzuladen. Zum Vergleich: Während mit herkömmlicher Ladetechnik ein Ladezyklus bis zur Vollaufladung einer leeren Batterie mehrere Stunden beansprucht, ist das „Auftanken“ mit dieser Säule in weniger als einer Stunde erledigt.

Die jetzt errichtete Ladesäule ist Teil eines Ausbauprogramms, das bis zum Jahresende die Errichtung von insgesamt zehn Ladesäulen im Bereich des Lübecker Stadtgebiets umfasst. Fünf hiervon sollen in unmittelbarer Umgebung der Innenstadt entstehen, die übrigen sollen an gut erreichbaren, öffentlichen Standorten im weiteren Stadtgebiet gebaut werden. Die Netz Lübeck GmbH investiert hierfür rund 200.000 Euro.

Lars Hertrampf Stadtwerke Lübeck GmbH - Öffentlichkeitsarbeit

Begleitet wurde der Start des Ausbaus der E-Mobilität von der IHK zu Lübeck. Zuvor hatte die Netz Lübeck in einer gemeinsamen Absichtserklärung mit der Stromnetz Hamburg GmbH angekündigt, ein für den Wirtschaftsraum Lübeck und die Metropolregion nach einheitlichen Standards aufgebautes Ladenetz schaffen zu wollen.

„Mit diesem Ausbauprogramm schaffen wir eine wichtige Voraussetzung, um in und zwischen den beiden Hansestädten mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. So steigt die Bedeutung der umweltfreundlichen Elektromobilität auch in unserem Wirtschaftsraum“, so Marcus Böske, Geschäftsführer der Netz Lübeck anlässlich der Inbetriebnahme Lübecks erster öffentlicher Schnelllade-Säule.

Das jetzt begonnene Ausbauprogramm sei zudem ein Beispiel dafür, dass örtliche Verteilnetzbetreiber wie die Netz Lübeck ihre Rolle und Verantwortung für das Gelingen der Energiewende annehmen und aktiv gestalten wollen.

„Losgelöst vom aktuellen Ausbauprogramm setzen wir uns gemeinsam mit anderen Partnern deshalb dafür ein, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit auch die jeweiligen Verteilnetzbetreiber den Aufbau und Betrieb einer öffentlichen Ladestruktur übernehmen können“, so Böske. Die Verfügbarkeit einer Ladeinfrastruktur sei eine wesentliche Voraussetzung, um die Akzeptanz für die umweltfreundlichen Elektrofahrzeuge in der Region zu verbessern, ist Böske überzeugt – ein Gedanke, den auch Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck aufgriff:

„Die IHK als Interessenvertreter der regionalen Wirtschaft favorisiert grundsätzlich wettbewerbliche Lösungen. Allerdings gibt es für E-Mobilladesäulen derzeit außerhalb der großen Städte keine wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodelle. Daher begrüßen wir den Vorschlag der Netz Lübeck, mit dem wir das Thema Elektromobilität in der Region erfolgreich vorantreiben werden“, sagte Schöning.

Die Netz Lübeck GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Lübeck GmbH und der bedeutendste Verteilnetzbetreiber im Wirtschaftsraum Lübeck. Für die rund 130.000 Haushalte und Gewerbe- und Industriekunden steht sie mit ihren rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für eine im Bundesdurchschnitt überdurchschnittliche
Versorgungssicherheit und einen effizienten und kostengünstigen Netzbetrieb als Grundlage für Komfort und wirtschaftliches Wachstum in und um Lübeck.