Lübecker Ansatz gewinnt Smart City-Wettbewerb

Lübeck festigt seine Position als Vorreiter intelligenter Lösungen für eine digital vernetzte Stadt. Nach dem erfolgreichen und viel beachteten 1. Lübecker Hackathon „HanseHack" hat jetzt das Konzept Lübecks, als zentrale Plattform auf das sogenannte LoRaWAN-Netzwerk zu setzen, den 1. Preis bei der Smart City Challenge in Düsseldorf gewonnen. Ein Team um den IT-Leiter der Netz Lübeck GmbH, Martin Lempfert, überzeugte die Jury mit einem sensorgestützten Analyse- und Managementkonzept, um die Reinigung von Abwasserkanälen zu optimieren.

Gruppe hält Teilnahme-Zertifikat in den Händen
Mann hält Rede vor Publikum

„Dieser Erfolg zeigt, welche Kompetenz und Kreativität in unserer Stadt und unserem Unternehmen schlummert", freute sich Dr. Jens Meier, Geschäftsführer der Netz Lübeck GmbH. Bereits der Hackathon und das sich in Gründung befindliche „EnergieCluster digitales Lübeck" haben gezeigt, dass die Hansestadt über das Potential verfüge, zur Modellregion für intelligente Stadtentwicklung zu werden. Das unterstreicht auch Bürgermeister Jan Lindenau: „Das ist nicht nur ein toller Erfolg für eine unserer Gesellschaften, sondern für unsere Stadt insgesamt. Unter dem Dach unserer Digitalisierungsstrategie findet ein Wandel statt, der Zukunftspotentiale auf vielen Ebenen freisetzt. Diesen Weg wollen wir konsequent mit unseren Gesellschaften und einem breiten Bündnis aus Wirtschaft und Forschung weiter fördern und entwickeln".

Die Hansestadt Lübeck ist als eine der ersten Städte in ganz Deutschland flächendeckend mit einem LoRaWAN-Netz überspannt. Die Besonderheit dieser Funktechnik beruht auf ihrem extrem niedrigen Stromverbrauch und damit der Möglichkeit, Messdaten von Sensoren wie Temperatur, Vibrationen, Schall, Füllstände, u.a. über weite Distanzen zu übertragen und hieraus neue Anwendungen zu entwickeln. So präsentierte der Gewinner des 1. HanseHacks vor zwei Wochen eine Lösung, über die Verknüpfung und Analyse von Vibrationen den Zustand von Straßen und Brücken vorausschauend zu betrachten und hieraus ggf. Instandsetzungsmaßnahmen rechtzeitig vorzunehmen.